Was die 25 Stufen bedeuten
Es gibt fünfundzwanzig Trainingsstufen, von Stufe 1 bis Stufe 25. Jede hat ein bestimmtes Elo-Ziel, jeweils hundert Punkte auseinander: 100 für die erste, 2500 für die letzte — die Funktion im Spielcode, die dieses Ziel berechnet, multipliziert lediglich die Stufennummer mit hundert. Das sind keine gemessenen Wertungen, sondern vorab gesetzte Ziele, die Einsteigern in Ultimate Tic-Tac-Toe eine verständliche Abstufung bieten sollen.
Die Seite sagt es selbst ganz offen: Neben dem ausgewählten Bot steht „Vorläufige Elo“ anstelle einer gemessenen Zahl, solange keine Kalibrierungspartien stattgefunden haben. Das ist eine bewusste Entscheidung und kein leichtfertig gesetztes Häkchen. Fünfundzwanzig Bots und zwei Vergleichsmaßstäbe warten auf eine Messreihe, bevor aus dem angezeigten Ziel eine festgestellte Elo-Wertung wird. Diese Ehrlichkeit ist ein Pluspunkt, nichts, das versteckt werden müsste: Sie sagt genau, was die Seite weiß und was sie noch nicht weiß, statt eine Annahme als Gewissheit darzustellen.
Was sich von Stufe zu Stufe tatsächlich ändert
Was Stufe 1 tatsächlich von Stufe 25 unterscheidet, lässt sich in der Konfigurationsdatei der Bots prüfen, nicht in einem Marketingversprechen. Zwei Einstellungen ändern sich über die Stufen hinweg: Die Zahl der Suchsimulationen steigt von 2 auf 64, die Temperatur sinkt von 1,6 auf 0,1. Die erste Zahl gibt an, wie viele Zugfolgen der Algorithmus untersucht, bevor er einen Zug wählt: 2 auf Stufe 1, bis zu 64 auf Stufe 25, also zweiunddreißigmal mehr Suche auf der höchsten als auf der niedrigsten Stufe.
Die zweite Einstellung, die Temperatur, steuert, wie eng sich die endgültige Wahl an die durch die Suche am besten bewertete Option hält: Eine hohe Temperatur lässt vielfältigere Züge zu, eine niedrige verengt die Wahl fast immer auf den bestbewerteten Kandidaten. Diese beiden Einstellungen ändern, wie der Bot entscheidet — noch nicht die Qualität des Urteils hinter dieser Entscheidung: Das Netz, das jede Stellung bewertet, wurde noch nicht trainiert, wie der nächste Abschnitt erklärt.
Wie die Engine aufgebaut ist
Die Engine ist als neuronales Netz in Verbindung mit einer MCTS-Baumsuche (Monte Carlo Tree Search) konzipiert: Das Netz soll eine Bewertung der Stellung und vielversprechende Züge vorschlagen, der Suchbaum soll diese Einschätzungen durch simulierte Zugfolgen prüfen. Die Architektur steht bereits fest — ein Rumpf aus 4 Blöcken mit 32 Kanälen, ein Policy-Kopf über die 81 Felder des großen Bretts und ein Value-Kopf mit 64 verborgenen Einheiten —, doch bislang stammen die Gewichte nur aus einem Zufallszahlengenerator.
Alle fünfundzwanzig Stufen verweisen derzeit auf denselben Ausgangspunkt: einen einzigen Satz Gewichte, den sämtliche Stufen bis zum Training gemeinsam nutzen. Geplant ist ein Training durch Self-Play, bei dem das Netz gegen sich selbst spielt und eigene Trainingsdaten erzeugt. Danach soll eine Auswahl-Arena folgen, in der jeder Kandidat gegen die bisher beste Version antritt, bevor eine Kalibrierung misst, wo jede Stufe tatsächlich auf der Elo-Skala liegt. Nichts davon hat bisher stattgefunden. Das Netz hat noch nicht spielen gelernt: Es wartet noch auf seine erste Trainingspartie.
Deine Stufe wählen und besser werden
Du musst dein eigenes Niveau nicht im Voraus kennen, um eine Stufe zu wählen. Wenn du einfach Tic-Tac-Toe gegen eine KI spielen möchtest, ohne auf einen menschlichen Gegner zu warten, beginne bei Stufe 1: Sie ist der niedrigste Einstieg, und du kannst sie beliebig oft wiederholen, bevor du eine Stufe höher gehst. Die Stufenliste bleibt jederzeit zugänglich: Du musst nicht der Reihe nach spielen, aber die Abfolge bietet Orientierung, wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst.
Der Fortschrittsbalken auf der Seite zeigt, wie viele Stufen du bereits besiegt hast; jede davon ist in der Liste mit einem Häkchen markiert. Nach einer besiegten Stufe ist es besser, die nächste anzugehen, als gleich mehrere zu überspringen: Jede Stufe verändert die Zugsuche des Bots nur ein wenig, und ein Schritt nach dem anderen lässt dir Zeit, den Unterschied zu spüren. Auch die Wahl deiner Seite — erster Spieler, zweiter Spieler oder zufällig — vor dem Start verändert das Spielerlebnis, ohne die gewählte Stufe zu ändern.